Freiwillige Registrierung beruflich Pflegender

DPR Presseinformation - Forderung des Deutschen Pflegerates: Pflegekammern in allen Bundesländern

Dienstag, 23. Februar 2010

Berlin (18. Februar 2010) – Der Deutsche Pflegerat e.V., (DPR), begrüßt die politischen Initiativen zur Gründung von Pflegekammern in verschiedenen Bundesländern, zuletzt die Initiative der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion. „Wir fordern umgehend Gesetzesinitiativen in den Bundesländern zur Schaffung von Pflegekammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts im Sinne der Selbstverwaltung“, so Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR. Dies bestätigten einstimmig die im DPR vertretenen Pflegeberufsorganisationen und unterstützen damit die Aktivitäten der Landespflegeräte..

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Hoher Grad der Vernetzung, aber sinkendes Interesse an der Integrierten Versorgung

Dienstag, 23. Februar 2010

Fachhochschule Osnabrück führte zum vierten Mal – unter Leitung von Prof. Dr. Ursula Hübner –  eine bundesweite Umfrage zur aktuellen
Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) in deutschen Krankenhäusern durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

(Osnabrück, 18.02.2010) Mit dem Thema „Vernetzte Versorgung“ hat der IT-Report Gesundheitswesen erneut ein aktuelles Thema der Qualität in der Patientenversorgung aufgegriffen. Angeschrieben wurden die Geschäftsführer aller deutschen Krankenhäuser. Die Befragung zeigt, dass mehr als drei Viertel der Häuser über Kooperations- und/oder Integrierte Versorgungsverträge vernetzt ist. Aber nur ein Drittel der Häuser schätzt das Potenzial der Integrierten Versorgung als hoch oder sehr hoch ein. Mit den Hauptpartnern der Vernetzung sind integrierte Informationssysteme beziehungsweise Einweiserportale geplant. Die Sicherstellung der betrieblichen Effizienz in Kombination mit Prozessmanagement beschäftigt viele Häuser vorrangig. IT wird dabei zunehmend als ein Instrument zur Lösung von unternehmerischen Problemen angesehen. In der Hälfte der Häuser existiert deshalb ein strategischer IT-Plan und in einem Drittel setzt dieser bereits die Krankenhausstrategie direkt um.

Wie auch in den vergangenen Jahren fragte der IT-Report nach dem Einsatz von Krankenhausinformationssystemen, dem Stand der elektronischen Patientenakte sowie nach den Themen im Gesundheitswesen, die die Krankenhäuser derzeit bewegen. In der aktuellen Ausgabe wurde zusätzlich nach der Kooperation von Gesundheitsunternehmen und dem Stand der Integrierten Versorgung gefragt. In einem Vergleich mit dem Stand von 2005/2006 konnten aussagekräftige Trends aufgezeigt werden.
So ist der Anteil der Häuser ohne Vernetzung deutlich zurückgegangen und die Kombination aus Kooperationsvertrag und Integriertem Versorgungsvertrag (IV Verträge) im Gegenzug bedeutsam angestiegen. Der Prozentsatz der Häuser mit reinen IV Verträgen nahm dagegen ab.
Schätzten noch 2005/2006 44 % der deutschen Krankenhäuser das Potenzial für die IV als hoch ein, waren dies 2009 nur noch 28 %. Als Hindernisse benannten die Häuser eine zu hohe Bürokratie bei IV Verträgen. Kooperationen allgemeiner Art stünden häufig noch Finanzierungsprobleme im Wege. Hier werden anscheinend Instrumente jenseits der Integrierten Versorgung benötigt, die eine Zusammenarbeit reibungsloser gestalten lassen. Hauptsächliche Partner, mit denen sich Krankenhäuser vernetzen, waren Radiologische Praxen, andere Krankenhäuser, Arztpraxen, externe Apotheken und medizinische Labore.
Derzeit erfolgt der elektronische Datenaustausch immer noch im Wesentlichen über E-Mail-Verkehr. Geplant sind jedoch tiefer integrierte Informationssysteme. Auch bei den sektorübergreifenden Klinischen Pfaden, die eine gute Koordination der Partner erst ermöglichen, gibt es noch Entwicklungsbedarf. Weniger als ein Viertel setzte solche Pfade routinemäßig ein oder entwickelte sie gerade.

Hausintern konnte sich die IT-Ausstattung in den deutschen Krankenhäusern weiter konsolidieren. So ist der Einsatz der elektronischen Patientenakte von Häusern, die entweder eine voll funktionsfähige EPA besitzen oder diese implementieren, innerhalb von 3 ½ Jahren von ca. 42 % auf 57 % gestiegen. Bezogen auf Krankenhausinformationssysteme (KIS) nahm die Verbreitung von Patientenmanagementsystemen, PACS1, RIS2, Ambulanz- und klinischen Arbeitsplatzsystemen überzufällig zu. Eine gute hausinterne Verfügbarkeit von IT macht eine Vernetzung mit externen Partnern umso leichter. Das KIS scheint weiterhin ein Dauerthema zu sein, denn auch in der aktuellen Umfrage nannte eine Vielzahl von Häusern die Neueinführung bzw. das Update eines KIS als erste Priorität. Die Verbesserung des Einsatzes bestehender Systeme und die Einführung von Workflowmanagementsystemen fo lgten mit jeweils gleichem Prozentsatz auf Platz zwei. Obwohl die Krankenhäuser in der Mehrheit mit ihren IT-Systemen zufrieden waren, gaben sie ihrem Haupt-IT-Lieferanten im Mittel nur die Schulnote „befriedigend“. Das IT-Budget für laufende Aufwendungen lag zwischen 1,6 % und 2,0 %, dasjenige für IT-Investitionen zwischen 1,1 % und 1,5 %. Allerdings gaben 45 % der Häuser an, dass ihre IT-Ausgaben auch auf anderen Kostenstellen gebucht wurden, so dass es schwer ist, einen vollständigen Überblick über alle IT-Ausgaben zu erhalten. Knapp ein Viertel der Häuser besaß keine eigene IT-Kostenstellengruppe. Vor diesem Hintergrund sind die Prozentangaben für das IT-Budget in Krankenhäusern weiterhin vorsichtig zu interpretieren.
Der aktuelle IT-Report Gesundheitswesen spiegelt die Veränderungen der deutschen Krankenhäuser während der letzten Jahre wider, die mehr und mehr eine umfassende IT-Infrastruktur aufbauen, um ihre internen Prozesse informatorisch zu begleiten. Dem Chandler’schen Leitsatz „structure follows strategy“ getreu werden diejenigen Krankenhäuser IT-Strukturen zur Vernetzung implementieren, deren Strategie in Richtung Kooperation ausgelegt ist. Und das sind laut Erkenntnis des IT-Reports Gesundheitswesen nicht wenige Häuser.

Der IT-Report Gesundheitswesen wurde durch die Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen der Fachhochschule Osnabrück unter Leitung von Frau Professor Dr. Ursula Hübner in Kooperation mit der nordmedia Hannover herausgegeben. Der IT-Report Gesundheitswesen ist Bestandteil der Landesinitiative eHealth.Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Hannover. Er wurde durch öffentliche Drittmittel finanziert und ist frei zugänglich unter www.it-report-gesundheitswesen.info.

Hübner U., Sellemann B., Egbert N., Liebe J.D., Flemming D., Frey A.
(2010) IT-Report Gesundheitswesen – Schwerpunkt Vernetzte Versorgung.
Schriftenreihe des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hannover.

Kontakt:
Wiss. Mitarbeiter Björn Sellemann
Fachhochschule Osnabrück, Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen http://www.it-report-gesundheitswesen.info
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Miriam Riemann M.A.
Presse- und Informationsstelle
Fachhochschule Osnabrück
Caprivistraße 30A
49076 Osnabrück
Tel: 0541 969-2944
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.fh-osnabrueck.de

   

Öffentliche Petition: Heilhilfsberufe - Berufsqualifizierungssicherung in der Gesundheits- und Krankenpflege

Dienstag, 23. Februar 2010

Falls Sie Interesse haben, nehmen Sie sich doch die Zeit und besuchen diese Petition auf der Webseite des Deutschen Bundestages unter:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9569

   

Presseerklärung des Vorsitzenden des Pflegerates Nordrhein-Westfalen zum Thema unzureichende Betreuung von Pflegebedürftigen

Mittwoch, 03. Februar 2010

Am Wochenende hat die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ ihre Entscheidung bekannt gegeben, die unzureichende Betreuung von Pflegebedürftigen in deutschen Krankenhäusern als das am stärksten vernachlässigte Thema der deutschen Medien zu benennen.

>>> Lesen Sie hier den Pressebericht

   

Marie-Luise Müller aus ihrem neunjährigen Amt als Präsidentin des Deutschen Pflegerates verabschiedet

Freitag, 20. November 2009

der beigefügte Pressebericht über die Verabschiedung von Marie-Luise Müller aus ihrem neunjährigen Amt als Präsidentin des Deutschen Pflegerates ist mit einer Fotogalerie zusammen auf der Webseite des Deutschen Pflegerates angezeigt, s. unter http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/BFBAD16803B06EE6C1257672004474CE

An dem Festakt zur feierlichen Verabschiedung nahmen am 12. November 2009 in der Landesvertretung Bayern in Berlin rund 140 Gäste teil.

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Artikel über Hedwig François-Kettner im Berliner Tagesspiegel am 16. November 2009

Mittwoch, 18. November 2009

Am 16.11.2009 erschien im Berliner Tagesspiegel folgender Artikel über Hedwig François-Kettner unter dem Titel "MITARBEITER DER WOCHE - Die Langzeit-Planerin für die Pflege".

 

   

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